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    L-UV-E

    Für das kollaborative Kunstprojekt nutzen Theo Meow und Katy Bit das UV sensitive Körperfarbe um die Spuren sexueller Aktivität abzubilden. Ausgestattet mit kleinen Farbbeuteln an den Fingerspitzen, verbliebt nur dort die Farbe wo man sich oder den anderen berührt. Es entstehen Körperkarten die ihre eigene Geschichten erzählen.
    Für L-UV-E waren 11 Performerinnen in UV Licht getaucht.


    Offizielle Premiere 26.10.2017 auf dem Pornfilmfestival

    Berlin 2017!

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    We won! Feminist Porn Award Toronto

    Wow, wir haben den Toronto Porn Award für die heißeste Orgie gewonnen. Wir sind stolz auf unsere Performer! Und noch mehr gute Nachrichten: seit dem 23.April kann der Film “Last Call” bei Pinklabel erworben werden. Klickt auf das Bild, wenn ihr ihn sehen wollt. Viel Spaß!

    Finally we won a Feminist Porn Award for Last Call! Amazing! The jury decided we have filmed the hottest orgy. We are very proud our Performers did such a good job. Also other good News: Since 23.4.2017 the movie is available on Pinklabel.TV. You can buy the film there. Have Fun!


     

     

     

     

     

     

     

     

     

    All Winner: www.torontointernationalpornfestival

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    Mainstream vs.Kunst – Pornfilmfestival zeigt VR Porn

    Das Problem mit Virtual-Reality Pornos ist folgendes: Sich Pornofilme mit einer VR Brille anzuschauen wäre sicher aufregender, wenn es denn entsprechende Inhalte gäbe! Das Pornfilmfestival Berlin 2016 war wie bei vielen Projekten erneut eine Plattform, bei der neue sexy Formate vorgestellt wurden.

    Blicken wir kurz zurück: Anfang des Jahres 2016 ist VR 360°  in aller Munde. Samsung steigt erstmals mit der Gear VR Brille ein und versucht VR massenkompatibel, bzw. erschwinglich zu machen. Zu diesem Zeitpunkt existieren schon allerlei Gehversuche auf diesem Gebiet in der Pornoindustrie.

    Bei einer kleinen Extrashow wurden im Oktober 2016 auf dem Pornfilmfest erstmals zwei künstlerische VR Pornos und einige Mainstream Produktionen ausgestellt. Bei einer Podiumsdiskussion konnte sich der interessierte Besucher detaillierter informieren.
    und konnte sich ein Bild über kreative wie auch kommerziellen VR Projekte und Macher machen. Starten wir mit der Kunst:

    VR Kunst mit Meerjungfrauen und einer netten Orgie?

    Das ist beides in der Somos Gallery während des Festivals möglich gewesen. Der beim Sundance Festival präsentierte VR 360° Film Viens! von Michel Reilhac zeigt sieben Menschen, nackt in einem weißen, aber nicht ganz unbewegten Raum. Dieser experimentelle, mit 14 GoPros gedrehte Film ist eines der ersten ambitionierten Versuche Film und Erotik in einem 360° Raum neu zu erfahren.
    Es beginnt schon beim Betreten der Installation: In einem Kissenlager, das mit Tüchern von den anderen Exponaten abgegrenzt ist, bekommt man von dem sympatischen Michel (gänzlich nackt) die VR Brille übergezogen. Nach einer Weile beginnt man selbst Teil der Performance zu werden. Man wird gedreht, oder man dreht sich selbst.installation Fragen kommen auf: Wird man Teil eines sexuellen Reigens oder einer Orgie? Vielleicht zieht man sich am Ende sogar selbst aus.

    POV VR XXX von Maria Guta war nach der Schweizer Premiere, bei der La Fete du Slip, ebenfalls nun in Berlin zu sehen. Auffällig war, dass durch den Ortswechsel, die Installation für mich eine andere Wirkung hatte, als in der Schweiz am Originaldrehort. Das Projekt, das eine raumgreifende Installation darstellt – so meine ich –  gehört zu den spannendsten VR Installation, da hier mit viel Kreativität das Thema VR aufgriffen wird und das durchaus ebenfalls relevante Thema „eine VR Brille tragen” mit integriert.

    pov

    Wie gestaltet sich der kommerzielle VR Markt und rettet dieser die Pornoindustrie?

    Auf dem VR Podium des Pornfilmfests im “Spektrum” nahe dem Kino kamen vier Personen zusammen, die neben kommerziellen Pornos nun auch in VR drehen. Was bedeutet das und wie sieht das Ganze aus?
    Zu Wort kamen Michelle Flynn (Lightsouthern.com) Todd Glider (BaDoinkVR.com) Nina (Ersties.com)und die Macher von MetaverseXXX.com via Video aus Kanada.

    Nach einer kurzen aber schönen Einführung des Moderators Falk Lux “was denn Virtual Reality überhaupt sei und das wir es ja schon viele früher hatten, als viele vermuteten”, begann eine 90-minütige Diskussion.

    vrpanel
    Todd, berichtete von den Hürden aber auch Erfolgen seiner VR Pornofirma DaDoink. Nach zahlreichen Tests und Versuchen, besonders bezogen auf die Kameratechnik und auch die Postproduktion, kam er zu dem Schluss, dass 180° im Bezug auf Porno vollkommen ausreicht. Michelle stimmte dem zu. Letztendlich bergen 360 Grad Produktionen soviel Hürden und wer würde schon gerne bei einem Porno die leere Zimmerwand sehen wollen?
    Anders sah es Nina, die VR eher als Zusatzprodukt sieht. Bei einem 2D Pornodreh wird die 360 ° Kamera genutzt um ein Making of zu zeigen. Der Zuschauer taucht direkt auf dem Set auf und sieht nicht nur die Protagonisten, sondern auch die Kamerafrau und die Technik im Raum. Eben alles.
    Damit unterscheidet sich das Produkt von „Ersties“ vollkommen von den POV (Point of View) Filmen, die Michelle und Todd vertreten. POV ist ein allseits bekanntes Stilmittel im klassischen Porno. Durch die VR Brille ist man meiner Meinung nach etwas näher am Geschehen. Statt auf einen quadratischen Kasten zu sehen ist man mehr drin als draußen, da VR einen immer etwas von der Aussenwelt abschottet. Einen “wahren” Mehrwert konnte ich für mich bei den Beispielen, die man am VR Stand antesten konnte, darüber hinaus nicht entdecken. Die Handlung war wahrlich wie sonst auch. Eine dem Klischee entsprechende Frau bedient einen Mann. Man befindet sich selbst in de Rolle dieses Mannes und hat als weibliche Betrachterin einen Penis (sicherlich für den ein oder anderen auch mal eine interessante Erfahrung). Eine Umkehrung erfuhr dieses Prinzip nur einmal in einer Produktionen von Michelle. Zur Abwechslung wurde auch mal eine Frau an die Stelle des Mannes gesetzt, allerdings eher in der Rolle der Voyeurin.

    Am kreativsten gestalten sich die Ansätze der Gründer von MetaverseXXX.com, die besondere Mehrwerte wie Sexualerziehung oder Sexualtherapie durch VR betonen. Für ihre Pornofilmproduktionen entwickelten sie ihre eigene Kamera (!) und arbeiten stetig daran, Inhalte aber auch Technik weiterzuentwickeln. Alle ihre Filme sind konsensuell von ihren Darsteller*innen gestaltet worden und bieten somit die größte Bandbreite an sexuellem VR Content.

    Ich finde dennoch alles noch enttäuschend. Es zeigt, dass sowohl von der technischen Seite wie auch hinsichtlich inhaltlicher Aspekte sehr wenig passiert ist. Es gibt kaum Filme und auch hier wenig Handlung…aber jede Menge Handlungsbedarf! Die Bildqualität ist bei allen Filmbeispielen sehr mäßig oder auch ruckelig.

    Ich denke dennoch – und das bejahten auch die Podiumsredner*innen – das Porn und VR eine gute Partnerschaft in den nächsten Jahren führen werden. Sobald die Kameras besser und erschwinglicher werden, werden nicht nur mehr Künstler sich diesem Format annehmen sondern auch die vor allem jetzt noch fehlenden Zuschauer da sein. Irgendwann hat die breite Masse eine VR Brille zu Hause und Lust sich auf 360° Pornoerfahrungen einzulassen. Ist nur noch die Frage wann.

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    Mein persönliches Best of Pornfilmfestival Berlin 2016

    Der Kurzfilmpreis des 11.Pornfilmfestivals Berlins geht an einen Film der kein Porno ist und wo sind eigentlich die wilden Sexparties geblieben?
    Wie jedes Jahr trafen sich Filmemacher*innen und Neugierige aus der ganzen Welt beim Berliner Pornfilmfestival ins Moviemento Kino in Neukölln. Ich war nun zum 8.Mal dabei und es war wie immer tierisch pornös, familiär und glitzernd. Zu sehen waren über 100 Filme aus zahlreichen Ländern. Unmengen an Kurzfilmen, einige Langfilme und hier und da gab es Workshops und Podiumsdikussionen. Erstmals auch VR Porn.

    Warum geht man auf dieses Festival?

    Für jeden ist es ein anderer Anlass zu kommen. Die einen reisen an, weil Sie einen Film gemacht haben. Das Treffen der Filmemacher gehört zu den Hauptartaktionen des Festivals. Zum anderen weil Menschen sonst nicht wissen, wo Sie alternativen Porn sonst im Kino sehen können und es auch seinen Reiz haben kann diesen gemeinsam mit 100 anderen Zuschauern zu sehen.
    Es sollten zwei Filme laufen bei denen ich Kameraarbeit gemacht hatte. Und ich hatte beide jeweils noch gar nicht gesehen und freute mich auf die Weltpremiere auf der Kinoleinwand. Zum anderen war ich natürlich auf die Kurzfilme und die Dokumentarfilme gespannt. Insgesamt sah ich rund 30 Kurzfilme, natürlich auch den Wettbewerb und will nun meine drei Favoriten vorstellen.

    Mein Lieblingskurzfilm war definitiv Henna und die Ketaboys von Meow Meow

    Ich muss zugeben, ich kenne Theo Meow und arbeite neuerdings mit ihm, wie für unsere letztes Fotoprojekt. Aber nach Sichtung von so vielen Filmen muss ich einfach immer noch mir eingestehen: Ich musste bei diesem Film ständig lachen und über die vielen Details schmunzeln. Nicht nur das liebevolle DIY „Setdesign“, sondern tolle Dialoge, Spezialeffekte und ein guter Ton, wie man es sonst nicht vom Berliner alternative Porno kennt, erinnerten mich stark an den Stil von dem Erfolgsfilm SchnickSchnackSchnuck.pf_hannaundtheo
    Eine actionreiche Kurzfilmkömodie mit satten 18Minuten Länge ohne Budget zu machen ist eine Leistung, die nicht so eben vollbracht ist und die wieder zeigt, das Story und Porn gut zusammen gehen können.
    Ketaboys ist im Stil einer Serie gedreht. In der Folge „Das Spargelkomplott“, will Henna, die Alphafrau der Clique, die Welt mit einer selbst konzipierten Droge vergiften. Doch Konflikte in der Gruppe, aber vor allem ihre Eigensinnigkeit und andere Eskapaden stellen sich dem in den Weg. Der temporeiche Film taucht nur kurz in die schrille und etwas verkokste Welt der Ketaboys ein und bricht mit einer schönen kinken Sexszene zwischen den zwei Hauptprotagonisten . So ist es insgesamt nicht verwunderlich, dass das Publikum einen zweiten Teil einforderte, nachdem der Film voller Tempo und Witz mit einem offenen Ende endet. Wir freuen uns alle darauf.

    Meine Lieblingsregisseurin und Kamerafrau war Francy Fabritz

    Sie war mit zwei Filmen vertreten und es ist schwer zu sagen welcher besser war. Sie waren eigentlich beide großartig, aber konnten unterschiedlicher auch nicht sein.Der Kurzfilmwettbewerbsgewinner Etage X erzählt von einer intime Begebung zweier älterer Damen im Aufzug eines Kaufhauses.
    Und obwohl Etage X kein Pornofilm ist, im Sinne des expliziten, berührt er die sexuellen Synapsen des Betrachters. Aber auch die grandiosen Schauspielerinnen, sind keine Unbekannten und glänzen mit enormen Sexappeal. Zum Erfolg der Geschichte trug sicherlich auch keine geringere als Manuela Kay bei, die am Drehbuch mitwirkte. Als Vorreiterin des Lebenspornos und auch Kuratorin des Festivals, weiß Sie wie wichtig ein gutes Kopfkino ist.

    Übergabe des Kurzfilmpreises. Francy mit der Hauptdarstellerin.

    Aber Francy, welche zur Zeit Kamera in Berlin studiert, konnte auch mit einem weiteren Film punkten. Der lesbische Porno „Coming out of Space“ stellt Pornokonventionen auf den Kopf, spielt mit Sci Fi codes und zeigt wie sexy Körperfett sein kann. Im Grund geht es um zwei Frauen, die sich genüsslichen raufen, wir nennen das „Playfight“. Doch die Art der Inszenierung ist eher ungewöhnlich und sinnlich zugleich, da die Kamera wie auch Regie sehr genau wusste was Sie da tat……well done.

    Enactone von Sky Deep  war die Überraschung des Jahres.

    Mit Ernst und Witz, mit leisen und lauten Tönen, begleitet man einen queeren Vampir, gespielt von Sky Deep, durch eine Berliner Nacht. Ihr Durst nach Sex und Blut stehen leider ein wenig im Konflikt. Der tolle Soundtrack und die liebevolle Sexszene am Ende, runden das Gesamtkunstwerk ab. Wiedermal wurde bewiesen, wie man mit wenige (oder keinem Budget) etwas Unglaubliches auf die Beine stellen kann. Zumindest wenn es um Pornofilme geht.

    Der Debütfilm von Sky Deep, fing 2014 als kleiner Kurzfilm an. Es war mein zweiter expliziter Drehtag, nachdem ich nach Berlin gezogen war. Es war auch meine erste Bondageerfahrung. Ich war sehr aufgeregt und gleichzeitig erstaunt von dem DIY Entusiasmus in der Berliner Queercommunity, wo man sich freiwillig in Schale wurf, Vampirzähne anklebte und zum Spaß sich zum Pornodreh trifft.
    An zwei Drehtagen verwandelten wir ein Bondagestudio in eine kleine Gruft und drehten mit tollen Menschen eine der heißesten Szenen von Enactone. Leider wurde nicht alles wie geplant abgedreht.
    Deshalb gab es eine kreative Denkpause und Sky holte sich die Filmemacherin Marit Östberg ins Boot und aus einer kleinen Geschichte wurde ein 50minütiges queeres Vampirabenteuer mit vielen tollen Performer*innen. Unheimlich begabte Kamera*menschen, wie auch zahlreiche Helfer und Statisten machten den Film zu einem extrem sehenswerten außergewöhnlichen Queerfilm.

    Bei der Weltpremiere im Kino1.

    Fazit

    Es gab wieder mehr Filme als man sehen konnte. Aber zum Glück kann man einige davon ja irgendwann erwerben oder sie zum Beispiel auf einem anderen Filmfestival im Frühjahr sehen.
    Ich wurde dieses Jahr nicht enttäuscht und muss sagen, das Niveau war erstaunlich hoch. Mit Kreativität oder Leichtigkeit waren viele Filme nicht nur lustig, sondern auch sehr bewegend.
    Sehenswert fand ich zudem, Deepest Darkest von Lucie Blush, das Musikvideo Fuck First der Band Sticky Biscuits und der Dokumentarfilm die Sexarbeiterin. Besonders frisch und sinnlich, war auch der Film: Positive Lebenseinstellung, welcher eine „Special Mention“ gewann. Es gab eigentlich noch vieles mehr, dass vielleicht noch in Zukunft Erwähnung finden sollte.

    Achja und gefeiert wurde auch und das jeden Abend. Ich muss aber anmerken, dass die offiziellen Parties am Freitag und Samstag gar nicht pornös waren.Insgesamt finde ich sie tatsächlich schon etwas sehr gewöhnlich – wie eine normale Samstagnachtparty. Sei es, weil keine pornöse Musik gespielt wird oder es keine expliziten Livesex Show mehr gibt. Aber zu gute halten muss man, dass wie immer das Ficken 3000 seine Pforten geöffnet hatte, und es dort wenigstens etwas Stimmung aufkam.
    Und damit ihr nun in Stimmung kommt, hier eins der vielen tollen Musikvideos, die dieses Jahr auf dem Festival, das Herz erwärmten:

    FOLSOM STREET from Folsom Street Events on Vimeo.

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    Pornaltes #4 Bondage, Queer Porn Screening and Burlesque

    Time for another Pornaltes!
    Once again the sexiest keller in town is happy to warm you up with a selection of Queer Porn Movies and introduce you to our lovely/sexxxy/Pink&Punk guests.
    Doors: 7pm, Beginning: 8pm

    :::AFTERNOON SHIBARI WORKSHOP::: 4 to 7 pm :::
    by falbala ropes
    www.fabomat.net
    info: this workshop is for beginners or also for rope experienced people. we are not doing supesions. we do play.
    max amount of participants:12

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    :::PORN SCREENING:::
    …including some kinky sneak previews for the upcoming Pornfilmfestival! Enjoy short films by Finn Peaks, Ben Berlin, Salty, Maria Basura and many more.

    :::QUEER FEMME BURLESQUE SHOW:::
    Les Tips Show, Artisia Starlight Scarlet Lovelace TheDrop
    Live Performance – 4 burlesque acts!
    “An engaging crescendo that envelops the audience in an erotic turbines of power and attraction.”

     

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    PORN’ALTES NIGHT S#1 BERLIN

    Girls* just wanna have …funtastic nights with porn!
    * and boys and everybody

    Das Kunst Kollektive ALTES FINANZAMT
    feiert
    – queeren und feministischen Art- Porn
    – neue Mitglieder
    – rebellische Musik
    und freie queere Räume.

    The queer art collective ALTES
    celebrates
    – queer and feminist porn
    – new members
    – rebel music
    and free art spaces

    Open door from 8pm-2am
    Space: Altes Finanzamt
    Schönstedtstraße 7 – EG Neukölln
    12043 Berlin
    U7 Rathaus Neukölln (Exit Schönstedtstraße)
    Screening starts at 9pm

    Films from
    katybit
    meowmeow
    Eric Pussyboy
    Soundperformance: Sonzathemighty & Dr Porn

  • In Aktuell

    La Fete du Slip

    3 Tage in der Schweiz

    Ich besuchte im Februar 2016 mit Freunden erstmals das Filmfestival „La Fete Du Slip“ in Lausanne in der Schweiz. Das Festival befasst sich mit Sexualität und Pornografie im medialen Kontext. Es war sozusagen die schweizerische Variante des Pornfilmfestivals Berlin, aber mit sehr eigener Note.

    Neben dem umfangreichen Kurzfilmprogramm bietet das Festival gesellschaftliche Entwicklungen im Bereich der Pornografie ein Podium. Das dreitägige Festival verteilte sich auf viele verschiedene Spielstätten in der schönen Stadt Lausanne.

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    Das Kurzfilmprogramm

    In der Kulturstätte „Arsenic“ lief das Kurzfilmprogramm. Insgesamt wurden 25 Kurzfilme aus dem Pornbereich mit sechs Stunden Laufzeit gezeigt. Dieses Programm beinhaltete allerhand unterschiedliche Werke, wobei meiner Ansicht nach eine kunstvolle Auseinandersetzung mit Pornografie für einen Großteil der Werke bezeichnend war. Manche Filme waren gar nicht explizit. So war z. B. im Kurzfilm „Mi Coche“ vom Toytool Committee fast gar nichts zu sehen, während erotische Thematiken fast ausschließlich über Geräusche transportiert wurden.
    Andere, wie auch der Publikumsliebling „O Mio Fiore Delicato“ von Rosario Gallado waren sehr pornografisch. Hier hing ein junger Mann gefesselt in einem Raum. Eine ältere Dame verführte ihn, spielte mit ihm, quälte ihn und lies sich dann von dem so misshandelten penetrieren.
    Sehr komödiantisch war der Kurzfilm „The Seductive Art of Catalonian Sex“ wo einen ganze Ziegenherde das Pärchen beim Sex überrascht.
    Persönliches Highlight und aber ebenso verstörend wie schön waren die Filme von Antonia Da Silva. Im „Ecosexual“ zeigt Antonio wie man mit einer Aloe Vera Pflanze erfreuliche sexuelle Erfahrungen haben kann. Der 12-minütige Film, gedreht in Natur und am Meer, wirkte auf mich wie Urlaub auf meiner Netzhaut.
    Dagegen wirkte sein zweiter Film „Spunk“ eher gegenteilig. In 36 Minuten sieht man nichts, außer unendlich vielen Männern und deren Penen. Es geht um die Lust an der Masturbation und Ejakulation in (Video-)Chatrooms. Was erst dokumentarisch anmutet ist ein visueller Trip in die Schlafzimmer von tausenden Männern und endet, dank Spezialeffekten, in glitzernden Ejakulationen. Da Silva ist ein grandioser Video-Künstler, aber er hat leider die Ausdauer de, meisten Zuschauer überschätzt, weshalb nicht alle in den Genuss der vollen Penisshow gekommen sind, sondern lieber nach draußen flüchteten. Leider verpassten viele dadurch ein weiteres filmisches Highlight: „Mask4Mask“, ein wirklich grandioser Kurzfilm, mit einer sehr teuren Latex-Ausstattung. Jeder in dem Film, und es gab sehr viele Komparsen trug einen Latexanzug.

    Das Langfilmprogramm

    Aber es gab auch noch einige Langfilme, wie „Schnick Schnack Schnuck“, „Endstation Liebe“ und „When we are together we can be everywhere“. Letztere ist von
    Marit Östbergs und zeigt einen sexuelle Suche einer Frau durch die Berliner Queer-Community, die für sich eine Welt geschaffen hat, in der jeder jeden lieben kann.

    Dokumentarisch und persönlich ging es im Fokus „Jan Soldat“ hart zur Sache. Mit seiner enormen Neugier und zugleich mit seinem sehr respektvollen Umgang mit den Protagonistem kreiert Jan Soldat einzigartige (Doku-) Filme. In seiner Masterclass beantwortet er Fragen wie er Themen wie Sex mit Tieren oder in die Jahre gekommene schwule Pärchen auf die Kinoleinwand gebracht hat.

    Das Rahmenprogramm

    Zudem gab es zahlreiche Perfomances, Workshops und Interaktives, wie beispielsweise das geniale „Dildo Race“. Fünf Dildos traten gegeneinander an, wer würde gewinnen? Vorstellen muss man sich eine erhöhte Rennstrecke von rund einem Meter. Unten befindet sich das Ziel. Erst werden alle Dildos gestartet und dann öffnen sich die Pforten. Mein Favorit in Kabine eins hatte auch glatt gewonnen.

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    Großartig und wirklich gelungen fand ich die Virtual-Reality Installation von Maria Guta. In „POV VR XXX“ konnte man in die Rolle eines vierer Charakteren schlüpfen, die in der Woche zuvor im gleichen Ausstellungsraum aufgezeichnet wurden. Durch die Virtual-Reality Brille tauchte der Betrachter in eine wundersame Welt voller Mehrjungfrauen, Krabben und Seeungeheuern, die miteinander spielten und sich ihrer Lust frönten.

    Begleitet wurde das Filmfest durch abendliche Partys und endete mit einer kleinen aber feinen Abschlussparty im Festsaal „La Bourg“ mit der Verkündung der Gewinner des Kurzfilmwettbewerbes.
    Insgesamt ein tolles und anspruchsvolles Festival, das man als Schweizer (und natürlich auch andere) nicht missen sollte.

    Preise:

    – Der Publikumspreis ging an „O Mio Fiore Delicato“ von Rosario Gallado.

    – Bester Kurzfilm war laut Jury „Vital Signs“ von Gala Vanting

    – Honorable Mentions für ein besonders gelungenes Artwork ging an „Ecosexual“ von Da Silva und auch an mein eigenes Projekt Cum different für meinen letzten Film „Last Call“.

    katybit

    Dies geschah natürlich sehr zu meiner persönlichen Freude 🙂

    Katybit

  • In Aktuell

    Wenn Frauen kommen – re:publica meet up

    Wenn Frauen kommen – DIY Porno in Deutschland

    Auch wenn der feministische Porno schon seit den 1980er Jahren in ersten Formen existiert, ist er für einen Großteil der deutschen Bevölkerung ein konstantes Mysterium. Geht das feministische Unterfangen an der weiblichen Zielgruppe vorbei? Wieso sind 80% der Konsumenten feministischer Pornografie Männer und die anderen 20% vor allem queere Frauen? Trotz der europäischen PorYes-Bewegung gibt es enorm viele Hürden für ein gleichberechtigtes „Pornotopia“.

    Katybit untersuchte in ihrer Masterthesis die aktuelle (queer-)feministische Pornolandschaft, welche in Europa und den USA bereits eine 35-jährige Historie aufweisen kann. Angesichts dieser Zeitspanne enttäuscht jedoch das Ergebnis ihrer Auswertung. In einer männerdominierten Industrie Filme an die Frau zu bringen, ist – metaphorisch gesprochen – ein emotionales und finanzielles Minenfeld.

    Pornos über Crowdfunding zu finanzieren ist daher keine Seltenheit mehr, nachdem viele klassische Wege nicht unbedingt Gewinn versprechen. Welche Bezahlformate eignen sich heute in der digitalen Welt?

    Katybit, die seit 2010 auch selbst Kurzfilm-Pornos dreht und viele Filmemacherinnen weltweit getroffen hat, kennt die Fallstricke der alternativen Pornoindustrie und zieht Bilanz hinsichtlich Inhalt, Form und Distributionswegen. Die Filmemacherin ist überzeugt von der politischen Relevanz, empfiehlt aber ein Umdenken, um den Porno aus dem kleinen akademischen Dunstkreis heraus zu heben.

    Der feministische Porno ist in den USA, Australien und Europa konstant in Entwicklung begriffen. Auch in Deutschland gelingt es immer mehr gute Filme zu produzieren.

    Was wünscht ihr Zuschauer euch für die Zukunft des Pornos? Diese Frage stellte ich auf der Republica 2016 und stellte mich allen Fragen. Am meisten war ich besorgt, dass immer noch soviel Unklarheit über Pornos, Alternative Pornos und Fair Porn besteht, dass ich bestätigt wurde, diesen Blog und meine und auch andere Projekte jetzt und in Zukunft verstärkt fortzusetzen.

     

  • In Aktuell

    Sweets for your brain

    Die Medien berichten immer wieder von feministischen oder alternativen Pornofilmen. Aber es gibt immer noch Menschen, die keine  Ahnung haben, dass es sowas gibt. Aus diesem Grund fange ich ab heute einen Linkliste an, da es sehr viele Seiten gibt, die Pornos anbieten und zahlreiche Zeitschriften, die darüber schreiben. Ein Auszug aus Pornoblogs und Webseiten sind untenauf der Webseite geliestet. Hier liste ich nur Berichte aus Online Zeitungen und Magazinen. Viel Spaß.

    2016
    Am Set von Erika Lust
    http://www.stylist.co.uk/life/generation-xxx-is-there-such-a-thing-as-feminist-porn-sex-women-sexism-misogyny-romance-love-desire#art

    Mrs Naughty, Bloggerin aus Australien über Verbreitung feministischer Pornigrafie http://msnaughty.com/blog/2016/02/29/emma-watson-if-only-there-was-feminist-porn/

    2009
    Der PorYes Award
    http://www.zeit.de/gesellschaft/generationen/2009-10/porno-feministisch

    Filme
    http://www.msnaughty.com/main.html

    http://www.feministpornguide.com/sites.html

  • In Aktuell

    Porn made in Köln: Schnick Schnack Schnuck

    Maikes Brochhauses zweiter Film “Schnick Schnack Schnuck” ist eine feucht frühliche Sex – Komödie aus Köln. In dieser geht es um die sexuellen Abenteuer eines vermeintliches Hetero – Pärchens, dass sich übers Wochenende nicht sieht. Sie muss lernen und er will auf ein Festival.  Im Laufe der Tage verstricken sich beide in absurde und tolle Sexabenteuer.

    Wieder nutzen Sie Crowdfunding als Zubrot und bekamen rund 10.000 von Ihren Fans.Sie drehten  ca. 2 Wochen an zahlreichen Drehorten.  Aber da Sie wiederrum so viel selbst machten, steckt trotz günstiger Kosten  sehr viel Arbeit in dem Film Sören hat eigens den Sound komponiert. Auch gab es einige Spezialeffekte, weshalb der Film auf den Pornfilmfestival Berlin 2015 den “Directors Award” nicht zu unrecht gewonnen hat. Maike und ihr Coautor Sören Störung haben mit dieser Komödie gezeigt, dass es doch Möglich ist in Deutschland einen lustigen und pornösen Film mit wenige Geld aber sehr viel Herzblut zu drehen.

    Mehr Infos unter http://schnick-schnack-schnuck.net/