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    La Fete du Slip

    3 Tage in der Schweiz

    Ich besuchte im Februar 2016 mit Freunden erstmals das Filmfestival „La Fete Du Slip“ in Lausanne in der Schweiz. Das Festival befasst sich mit Sexualität und Pornografie im medialen Kontext. Es war sozusagen die schweizerische Variante des Pornfilmfestivals Berlin, aber mit sehr eigener Note.

    Neben dem umfangreichen Kurzfilmprogramm bietet das Festival gesellschaftliche Entwicklungen im Bereich der Pornografie ein Podium. Das dreitägige Festival verteilte sich auf viele verschiedene Spielstätten in der schönen Stadt Lausanne.

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    Das Kurzfilmprogramm

    In der Kulturstätte „Arsenic“ lief das Kurzfilmprogramm. Insgesamt wurden 25 Kurzfilme aus dem Pornbereich mit sechs Stunden Laufzeit gezeigt. Dieses Programm beinhaltete allerhand unterschiedliche Werke, wobei meiner Ansicht nach eine kunstvolle Auseinandersetzung mit Pornografie für einen Großteil der Werke bezeichnend war. Manche Filme waren gar nicht explizit. So war z. B. im Kurzfilm „Mi Coche“ vom Toytool Committee fast gar nichts zu sehen, während erotische Thematiken fast ausschließlich über Geräusche transportiert wurden.
    Andere, wie auch der Publikumsliebling „O Mio Fiore Delicato“ von Rosario Gallado waren sehr pornografisch. Hier hing ein junger Mann gefesselt in einem Raum. Eine ältere Dame verführte ihn, spielte mit ihm, quälte ihn und lies sich dann von dem so misshandelten penetrieren.
    Sehr komödiantisch war der Kurzfilm „The Seductive Art of Catalonian Sex“ wo einen ganze Ziegenherde das Pärchen beim Sex überrascht.
    Persönliches Highlight und aber ebenso verstörend wie schön waren die Filme von Antonia Da Silva. Im „Ecosexual“ zeigt Antonio wie man mit einer Aloe Vera Pflanze erfreuliche sexuelle Erfahrungen haben kann. Der 12-minütige Film, gedreht in der Natur und am Meer, wirkte auf mich wie Urlaub auf meiner Netzhaut.
    Dagegen wirkte sein zweiter Film „Spunk“ eher gegenteilig. In 36 Minuten sieht man nichts, außer unendlich vielen Männern und deren Penen. Es geht um die Lust an der Masturbation und Ejakulation in (Video-)Chatrooms. Was erst dokumentarisch anmutet ist ein visueller Trip in die Schlafzimmer von tausenden Männern und endet, dank Spezialeffekten, in glitzernden Ejakulationen. Da Silva ist ein grandioser Video-Künstler, aber er hat leider die Ausdauer der meisten Zuschauer überschätzt, weshalb nicht alle in den Genuss der vollen Penisshow gekommen sind, sondern lieber nach draußen flüchteten. Leider verpassten viele dadurch ein weiteres filmisches Highlight: „Mask4Mask“, ein wirklich grandioser Kurzfilm, mit einer sehr teuren Latex-Ausstattung. Jeder in dem Film, und es gab sehr viele Komparsen, trug einen Latexanzug.

    Das Langfilmprogramm

    Aber es gab auch noch einige Langfilme, wie „Schnick Schnack Schnuck“, „Endstation Liebe“ und „When we are together we can be everywhere“. Letzterer ist von
    Marit Östbergs und zeigt einen sexuelle Suche einer Frau durch die Berliner Queer-Community, die für sich eine Welt geschaffen hat, in der jeder jeden lieben kann.

    Dokumentarisch und persönlich ging es im Fokus „Jan Soldat“ hart zur Sache. Mit seiner enormen Neugier und zugleich mit seinem sehr respektvollen Umgang mit den Protagonisten kreiert Jan Soldat einzigartige (Doku-) Filme. In seiner Masterclass beantwortet er Fragen wie er Themen wie Sex mit Tieren oder in die Jahre gekommene schwule Pärchen auf die Kinoleinwand gebracht hat.

    Das Rahmenprogramm

    Zudem gab es zahlreiche Perfomances, Workshops und Interaktives, wie beispielsweise das geniale „Dildo Race“. Fünf Dildos traten gegeneinander an, wer würde gewinnen? Vorstellen muss man sich eine erhöhte Rennstrecke von rund einem Meter. Unten befindet sich das Ziel. Erst werden alle Dildos gestartet und dann öffnen sich die Pforten. Mein Favorit in Kabine eins hatte auch glatt gewonnen.

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    Großartig und wirklich gelungen fand ich die Virtual-Reality Installation von Maria Guta. In „POV VR XXX“ konnte man in die Rolle eines vierer Charakteren schlüpfen, die in der Woche zuvor im gleichen Ausstellungsraum aufgezeichnet wurden. Durch die Virtual-Reality Brille tauchte der Betrachter in eine wundersame Welt voller Meerjungfrauen, Krabben und Seeungeheuern, die miteinander spielten und sich ihrer Lust frönten.

    Begleitet wurde das Filmfest durch abendliche Partys und endete mit einer kleinen aber feinen Abschlussparty im Festsaal „La Bourg“ mit der Verkündung der Gewinner des Kurzfilmwettbewerbes.
    Insgesamt ein tolles und anspruchsvolles Festival, das man als Schweizer (und natürlich auch andere) nicht missen sollte.

    Preise:

    – Der Publikumspreis ging an „O Mio Fiore Delicato“ von Rosario Gallado.

    – Bester Kurzfilm war laut Jury „Vital Signs“ von Gala Vanting

    – Honorable Mentions für ein besonders gelungenes Artwork ging an „Ecosexual“ von Da Silva und auch an mein eigenes Projekt Cum Different für meinen letzten Film „Last Call“.

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    Dies geschah natürlich sehr zu meiner persönlichen Freude 🙂

    Katybit

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    Porn made in Köln: Schnick Schnack Schnuck

    Maikes Brochhauses zweiter Film “Schnick Schnack Schnuck” ist eine feucht frühliche Sex – Komödie aus Köln. In dieser geht es um die sexuellen Abenteuer eines vermeintliches Hetero – Pärchens, dass sich übers Wochenende nicht sieht. Sie muss lernen und er will auf ein Festival.  Im Laufe der Tage verstricken sich beide in absurde und tolle Sexabenteuer.

    Wieder nutzen Sie Crowdfunding als Zubrot und bekamen rund 10.000 von Ihren Fans.Sie drehten  ca. 2 Wochen an zahlreichen Drehorten.  Aber da Sie wiederrum so viel selbst machten, steckt trotz günstiger Kosten  sehr viel Arbeit in dem Film Sören hat eigens den Sound komponiert. Auch gab es einige Spezialeffekte, weshalb der Film auf den Pornfilmfestival Berlin 2015 den “Directors Award” nicht zu unrecht gewonnen hat. Maike und ihr Coautor Sören Störung haben mit dieser Komödie gezeigt, dass es doch Möglich ist in Deutschland einen lustigen und pornösen Film mit wenige Geld aber sehr viel Herzblut zu drehen.

    Mehr Infos unter http://schnick-schnack-schnuck.net/